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Das Märchen von Calanoroc und den Sternenblumen

Es war einmal, in längst vergangenen Tagen, da die Wälder noch wisperten und die Sterne den Wanderern Lieder sangen, ein mutiger und hochgewachsener Vykati namens Calanoroc. Keine Gefahr vermochte ihn zu schrecken, keine Finsternis ihn zu beugen. Sein Name hallte wie ein Heldengesang durch das ganze Land, und die Seinen sprachen ihn stets mit tiefer Ehrfurcht aus.

Hoch geachtet und geehrt von seinem Volke, ruhte doch kein Friede in seiner Brust. Sein Herz verlangte nach größeren Taten und fernerem Ruhm.

Darum gürtete er eines Morgens sein Schwert, nahm Abschied von den heimischen Hainen und zog hinaus in die weite, unbekannte Welt.

Nun begab es sich, dass er in einer finsteren Nacht in einen uralten, undurchdringlichen Wald geriet. Kein Stern funkelte am Himmelszelt, kein Mond sandte sein silbernes Licht. Blindlings irrte Calanoroc zwischen den schwarzen, himmelhohen Bäumen umher, doch der Pfad zurück blieb ihm verborgen.

Da erblickte er plötzlich in weiter Ferne ein zartes, lockendes Leuchten, gleich einer schwebenden Laterne der Elfen. Hoffnung keimte in seiner Brust, und er folgte dem Schein. So gelangte er auf eine verborgene Lichtung, über welcher seltsame Blumen in der Luft schwebten. Ihre Blüten waren schwarz wie die tiefste Mitternacht, doch ihre Herzen leuchteten hell wie die reinsten Sterne.

Während er noch staunend zu ihnen emporblickte, sanken sie sanft hernieder, umfingen ihn wie ein warmer Mantel aus Licht und Frieden und hüllten ihn ein in süße Ruhe. Alle Unrast wich aus seinem Geist. Er legte sich nieder auf das moosige Bett der Lichtung und fiel in einen tiefen, seligen Schlaf, wie er ihn seit vielen Wintern nicht mehr gekannt hatte.

Doch als der Morgen graute und das erste bleiche Licht durch die Wipfel brach, erwachte Calanoroc zitternd vor Kälte. Die wundersamen Sternenblumen lagen welk und zerbrochen um ihn her, ihre Leuchtkraft erloschen, ihre Schönheit zu Staub und Asche geworden.

Da erhob er sich, doch ach! Seine Glieder waren schwer wie Blei, alle Kraft und aller kühne Mut waren aus ihm gewichen. Eine tiefe Sehnsucht nach der verlorenen Wärme und dem sanften Frieden der Blumen ergriff sein Herz. Schwach und trübselig kehrte er heim in sein Dorf.

Die Vykati aber erkannten ihn nicht mehr. Der Held, der einst fortgezogen war in strahlender Stärke, kehrte als Schatten seiner selbst zurück. Voller Abscheu wandten sie sich von ihm ab, und der Name, der einst mit Ehrfurcht geflüstert ward, wurde nun zum Fluch und zur Schande.

Calanoroc aber, unfähig, die alte Kraft in seiner Brust wiederzufinden, zog fortan rastlos und schwermütig durch die Lande. Immerdar suchte er die verlorenen Sternenblumen, deren Wärme er nimmer vergessen konnte. Doch er fand sie niemals wieder.

Und so ward in jenen Tagen gesagt:

„Was glanzvoll lockt im nächt'gen Schein,
mag dir am Tag verderblich sein.
Die wahre Kraft, sie wohnt in dir,
und nicht im Glanz, der leuchtet hier.“


Auf altertümlich formuliert von der KI Grok,
nach einem Text von Hille Cantauw.




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