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Das erste Treffen der Zaubergemeinschaft unter ihrer Führung lag hinter Lililja, und sie war froh, dass es so erfolgreich verlaufen war.
Die unterschiedlichen Arbeitsgruppen bemühten sich, zur gemeinsamen Lösung der anstehenden Probleme beizutragen. Die Seelenheiler taten alles in ihrer Macht Stehende, um die sich langsam aufheizende Stimmung angesichts der Enttäuschung über das Ausbleiben des Hauchzauberdunstes zu beruhigen.
Währenddessen überlegte Lililja, wie sie die von Demojons Gruppe bestimmten Areale möglichst schnell mit Hauchzauberdunst füllen konnte. Wenn sie jeden Ort einzeln aufsuchen müsste, wäre sie noch in einem Jahr damit beschäftigt, dachte sie.
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Mojalian, sagte sie nachdenklich, verfüge ich als Hüterin des Lichtes vielleicht auch über die Möglichkeit, mich von Ort zu Ort zu bewegen, ohne laufen zu müssen?
Mojalian lachte auf.
Nein, mein Liebling, entgegnete er schmunzelnd. Die Strecken musst du schon mit deinen Füßen zurücklegen. Flügel werden dir übrigens auch nicht wachsen, falls du darauf spekulieren solltest.
Schade, dachte sie.
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Mojalian erklärte, Lililja würden als Hüterin des LIchtes keine Flügel wachsen.
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Sie musste unbedingt eine Möglichkeit finden, die strategisch ausgewählten Areale mit Hauchzauberdunst zu füllen, ohne selbst dorthin gehen zu müssen.
Kann ich einen weit entfernten Ort von hier aus mit Licht füllen, ohne persönlich anwesend zu sein?, fragte sie weiter.
Du verfügst als Hüterin des Lichtes in diesen dunklen Zeiten zwar über enorme Fähigkeiten, Liebes, aber diese gehört leider auch nicht dazu, entgegnete Mojalian sanft.
Dann muss ich Hilfe bekommen, dachte sie. Sonst können wir das Füllen der Areale mit Hauchzauberdunst vergessen.
Plötzlich fiel ihr etwas ein. Hatte Mojalian nicht vorhin von Flügeln und Licht gesprochen?
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Lililja überlegte, ob ihr die Lichtgeister beim Füllen der Areale mit dem hellen Hauchzauberdunst helfen könnten.
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Ob die Lichtgeister ihr bei dieser Aufgabe helfen konnten? In ihren Augen müsste es sich bei dem schwarzen Nebel eigentlich um Schmutz handeln, der beseitigt werden musste.
Lililja wäre nicht überrascht, wenn die Lichtgeister bereits einen Weg gefunden hätten, den schwarzen Nebel zu reinigen. Sie mochten sehr einfache Wesen sein, aber beim Lösen von Schmutzproblemen waren sie für gewöhnlich äußerst erfinderisch.
Umgehend machte sich Lililja auf den Weg zur Morgenglanzlichtung, auf der Sarala, die Sprecherin der Lichtgeister, lebte.
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Als sie aus dem von schwerem, schwarzen Nebel durchwaberten Wald auf die Morgenglanzlichtung trat, stellte sie voller Bewunderung fest, dass die Lichtgeister tatsächlich bereits einen Weg gefunden hatten, den Nebel zu säubern. Über der gesamten, riesigen Lichtung lag der helle, positive Hauchzauberdunst, und überall schwirrten fleißige Lichtgeister umher.
Mit anerkennendem Blick schritt Lililja durch den Hauchzauberdunst auf Saralas Behausung zu und genoss dabei dessen belebende und stärkende Wirkung. Vorsichtig klopfte sie an die kleine Tür des Hauses, das in eine Astgabel gebaut worden war.
„Sarala, bist du daheim?“, fragte sie, als niemand öffnete. Eine Antwort blieb aus.
Ein Lichtgeist hatte die Hüterin entdeckt.
„Sarala ist dort hinten am schmutzigen Waldrand“, sagte das kleine Wesen und deutete in die entsprechende Richtung. „Der Wald hat viel Schmutz gemacht. Wir mussten kräftig aufräumen.“
„Das habt ihr auch perfekt hinbekommen“, sagte Lililja mit großer Achtung in der Stimme.
„Nein, noch nicht“, widersprach der Lichtgeist. „Wir haben noch viele Flecken übersehen.“
Lililja ging auf Sarala zu und begrüßte sie.
„Seid gegrüßt, Sprecherin der Lichtgeister. Ich bräuchte Eure Hilfe.“
„Geht nicht“, lautete die Antwort. „Bin am Saubermachen.“
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„Darf ich Euch beim Saubermachen zur Hand gehen?“, fragte Lililja.
Sarala schaute sie skeptisch an. „Na gut“, sagte sie schließlich und wandte sich wieder ihrer Arbeit zu.
Lililja begab sich in die Mitte der Lichtung, streckte die Hände aus und sprach: „Im Morgenlicht, im Glanz der Sonne, breche ich die Dunkelheit. Weiche, dunkler Nebel, weiche vor dem Licht des Lebens. Möge der Hauchzauberdunst erstrahlen und die Morgenglanzlichtung von Finsternis befreien.“
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Sarala und ihr Volk hatten die Morgenglanzlichtung vom schwarzen Nebel befreit.
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Verwundert schauten die Lichtgeister Lililja an. Dann summten sie kreuz und quer über die Lichtung und kontrollierten jede Stelle. Der Hauchzauberdunst war rein; es gab keine Schmutzflecken mehr.
Sarala wandte sich Lililja zu.
„Alles sauber. Wie kann ich helfen?“
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Lililja bat Sarala, ihr bei der Säuberung der Areale zu helfen.
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Lililja versuchte, sich der Denkweise der Lichtgeister anzupassen, und erklärte: „Ganz Vanavistaria ist schmutzig geworden. Sämtliche Wesen fühlen sich gerade dreckig. Daher ermitteln einige Gelehrte, an welchen Stellen im Land Ordnung hergestellt werden sollte, damit sich die Leute wieder reinigen können. Wärt ihr Lichtgeister bereit, an diesen Orten sauber zu machen? Ich verspreche Euch, dass ich auch für die Sauberkeit der Morgenglanzlichtung sorgen werde, solange ihr fort seid.“
Sarala dachte darüber nach.
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Die Morgenglanzlichtung war vollständig rein, dafür hatte die Hüterin gesorgt. Also war sie offenbar auch in der Lage, die Lichtung während Saralas Abwesenheit sauber zu halten. Sarala nickte. Wenn ihr Zuhause in ihrer Abwesenheit sauber blieb, konnten sie sich auch um andere Gebiete kümmern und diese säubern. Schließlich stimmte sie zu.
Lililja dankte Sarala.
„Ich bin wirklich beeindruckt, wie schnell ihr den Schmutz beseitigt habt“, sagte sie aufrichtig.
Sarala schaute sich um. „Wenn etwas dreckig ist, muss man sauber machen“, antwortete sie unbeeindruckt.
Lililja verabschiedete sich von Sarala und wies sie darauf hin, dass sie in den nächsten Tagen eine Mitteilung darüber erhalten würden, wo sie ihre Säuberungsaktionen beginnen sollten.
Saralas Antwort lautete erneut: „Wenn etwas dreckig ist, muss man sauber machen.“
Schmunzelnd kehrte Lililja in den Wald zurück.
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Während die junge Elfe durch den Nebel watete, der weiterhin vor ihr zu fliehen schien, überlegte sie, ob sie ihre Aufgaben als Hüterin der Natur und der Magie noch wahrnehmen sollte. Zum einen müsste sie dafür erneut Arokando um Hilfe bitten, und die Tortur von heute Morgen wollte sie ihm nicht unbedingt ein zweites Mal zumuten. Zum anderen hatte sie als Hüterin des Lichtes nun eigentlich andere Aufgaben zu erfüllen.
Allerdings erschienen ihr die Sonnenrituale unerlässlich. Zumindest den Sonnenaufgang wollte sie weiterhin zelebrieren, und wenn die Zeit es zuließ, auch das Sonnenritual an der „Seele der Sonne“. Vielleicht würde sich Arokando darauf einlassen, wenn er für jeden dunklen Fluch einen Lichtsegen erhielt, überlegte sie.
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Während Lililja durch den schwarzen Nebel schritt, überlegte sie, ob sie noch ihre Aufgaben als Hüterin der Natur und der Magie wahrnehmen sollte.
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Also machte sie sich auf den Weg zu der Stelle, an der Jadoruc für gewöhnlich seinen Unterricht abhielt.
Im Regelfall fanden die Unterrichtsstunden, bei denen nicht in Schriften geforscht werden musste, in der freien Natur statt. Dort war die Magie besonders gut zu spüren, und schiefgehende Experimente mit magischen Anwendungen hatten nicht so gravierende Auswirkungen wie in geschlossenen Räumen.
Angesichts des schwermütig machenden Nebels hatten sich jedoch sämtliche Lerngruppen in das große Akademiegebäude zurückgezogen, wo sie vor den Auswirkungen des manipulierten Hauchzauberdunstes geschützt waren.
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Lililja betrat das große Akademiegebäude, in das sich die Lerngruppen zurück gezogen hatten.
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Lililja begab sich somit nun ebenfalls in das Gebäude und machte sich auf die Suche nach dem Klassenzimmer, in dem Jadoruc seine Studenten unterrichtete.
Schließlich fand sie den Raum und fragte nach dem jungen Goblin. Die anderen Schüler machten große Augen, als die inzwischen berühmte Hüterin des Lichtes nach Arokando verlangte.
Als sie ihm ihren Vorschlag unterbreitete, war er sofort damit einverstanden. Dann fragte er leise: „Darf ich dich vor den anderen mit deinem Vornamen ansprechen und ‚du‘ zu dir sagen? Oder muss das immer förmlich sein?““
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„Willst du gerade etwa damit angeben, dass du mich kennst?“, fragte sie schmunzelnd.
Der junge Goblin fühlte sich ertappt.
Um es ihm etwas leichter zu machen, drehte sie sich um und rief ihm im Weggehen über die Schulter zu: „Wir sehen uns dann später, Arokando!“
„Geht klar, Lililja. Ich treff dich dann an der Wiese!“, rief er ihr so gelassen wie möglich nach.
Seine Mitschüler schauten ihn bewundernd an, während Meister Jadoruc die Nase rümpfte.
Wie versprochen, nahm Arokando am Mittag den beschwerlichen Weg zur Seele der Sonne auf sich, um Lililjas Platz, an dem sie das Sonnenritual durchgeführt hatte, mit einem dunklen Fluch zu belegen. Zum Dank erhielt er erneut den Lichtsegen, der ihm für eine gewisse Zeit ein leichteres Durchqueren des schwarzen Nebels ermöglichte.
Den Rest des Nachmittags verbrachte Lililja damit, die Wege des Zentrums der Hellen Magie abzuschreiten und zu überlegen, welche Gebiete sich für die Verbreitung des hellen Hauchzauberdunstes eignen würden. Allerdings wollte sie Demojons Gruppe nicht vorgreifen. Der Stratege konnte mit Sicherheit besser einschätzen, an welchen Stellen sich ein solches Areal am ehesten anbot.
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Was sie jedoch tun konnte, war, zumindest einige Stellen des Sonnenbachs, der quer durch die Hauptstadt verlief, von dem schweren, schwarzen Nebel zu reinigen. Dazu suchte sie seichte Flussstellen aus, an denen sie barfuß ins Wasser waten konnte, und breitete anschließend den Lichtsegen über den Fluss aus, wie sie es auch auf der Morgenglanzlichtung getan hatte:
„Im Licht des Tages, im Glanz der Sonne, breche ich die Dunkelheit. Weiche, dunkler Nebel, weiche vor dem Licht des Lebens. Möge der Hauchzauberdunst erstrahlen und den Sonnenbach von Finsternis befreien.“
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Während des Nachmittags legte Lililja über einzelne Stellen des Sonnenbachs den Lichtsegen.
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Einige Meter des Flusses, der ohnehin nicht ganz so stark vom schwarzen Nebel befallen war, klarten auf und verströmten einen hellen, glitzernden Dunst. Die hellen Stellen, die sie durch das Wirken ihrer Magie im Sediment des Flusses hinterließ, fielen nicht weiter auf.
Als sie an der Sonnenwiese vorbeikam, winkte ihr Pureus, der Nymphurus, dankbar zu. Auch die Lilochoda, die vor einigen Tagen ihre Farbe verloren hatte, stand wieder prächtig im Wasser und verströmte die Vitalität und Energie, die für die magischen Wasserbewohner unerlässlich waren.
Langsam ging es auf den Sonnenuntergang zu. Daher wandte sie sich nun dem Ort zu, an dem sie sich abends immer mit dem Waldgeist traf. Sie überlegte, ob Rafyndor wohl die Strapaze des Weges auf sich nehmen würde.
Doch schon von Weitem sah sie ihn schweren Schrittes auf sich zukommen. Sein Gesicht sah so aus, als würde er mit sich selbst kämpfen. Eilig lief sie ihm entgegen und breitete den Lichtsegen über ihn.
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Nachdem Lililja über Rafyndor den Lichtsegen gebreitet hatte, hellte sich seine Stimmung sichtlich auf.
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Erleichtert sah er sie an, als er spürte, wie die Schwere und das Dunkle von ihm abfielen und er sich wieder leichten Fußes durch den Nebel bewegen konnte.
„Die Hüterin des Lichtes müsste man sein“, sagte er schmunzelnd. „Dir kann der Nebel ja so gar nichts anhaben. Können wir nicht tauschen? Du der Waldhüter und ich die Hüterin?“
„Meine Kleider stehen dir nicht“, sagte sie lachend, sich an seine Worte erinnernd, die er einst vor Meister Lehakonos' Anwesen gesprochen hatte. „Sie passen nicht zu deiner grünen Hautfarbe.“
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Rafyndor stimmte in das Lachen mit ein und legte, wie schon am Tag zuvor, seinen Arm um ihre Schulter. Er mochte dieses eng umschlungene Laufen, ihre Seite an seine gedrückt, sie mehr als nur an der Hand zu spüren. Und er hatte nicht den Eindruck, dass Lililja es ihm übel nahm.
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„Du hast dich heute großartig geschlagen“, sagte er sanft lächelnd. „Selbst Jadoruc hatte nichts zu meckern. Er hat sogar selbst eine Gruppe ins Leben gerufen. Und das soll schon was heißen!“
Lililja lächelte. Ja, das war ihr auch aufgefallen.
Eigentlich hatte sie gerade bei ihm damit gerechnet, dass er ihre Kompetenzen anzweifeln würde. Dass er sie nicht unterbrochen und einfach nur eine weitere Arbeitsgruppe vorgeschlagen hatte, fühlte sich fast wie eine Auszeichnung an. Vielleicht, dachte sie, hatte das etwas damit zu tun, dass Nanistra selbst eine Vykati war. Vykati untereinander vertrauten sich einfach.
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Rafyndor und Lililja waren überrascht, dass Jadoruc selbst eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen hatte.
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„Du warst heute Morgen aber auch ziemlich bemerkenswert“, meinte sie lächelnd. „Pranicara sind fast die Augen ausgefallen, als sie dich zweimal laut durch die Höhle brüllen hörte. Jadoruc übrigens auch. Vielleicht hatte er danach einfach Angst, mir noch ins Wort zu fallen.“
„Na hör mal“, antwortete Rafyndor entrüstet. „Wie konnte dieser Wicht in der letzten Ecke aber auch die Hüterin des Lichtes so unverschämt anblöken! Da musste doch mal einer was sagen!“
„Immerhin wissen jetzt alle“, sagte sie sanft lächelnd, „dass ich immer meinen persönlichen Beschützer dabei habe.“
Rafyndor lachte und drückte sie noch etwas fester an sich. Sie schwiegen eine Weile.
Schließlich meinte Rafyndor traurig: „Schade, dass sich Skukius einfach so davon gemacht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass er sich ohne Abschiedsworte davonstiehlt.“
„Wir wissen nicht, was er durchgemacht hat“, erklärte Lililja. „Es muss schrecklich gewesen sein.“
„Das war es“, bestätigte Rafyndor in Gedanken versunken.
Lililja schaute ihn mit großen Augen an. „Hat er dir von seiner Vergangenheit berichtet?“, fragte sie erstaunt.
„Ein bisschen“, gestand er. „Meinst du, ich darf dir das erzählen, jetzt, wo er weg ist?“
„Es kommt darauf an“, sagte sie, „ob er dir das Versprechen abgenommen hat, nie etwas darüber verlauten zu lassen.“
Rafyndor dachte nach. Nein, Skukius hatte ihm dieses Versprechen nicht abgenommen.
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Rafyndor berichtete Lililja davon, was Skukius ihm über sein früheres Leben erzählt hatte.
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„Viel hat er ohnehin nicht berichtet“, sagte er dann. „Nur, dass er aus dem Gebirge stammt, wo die Silberfederadler und die dunklen Magier zu Hause sind. Es klang bitter, als er erzählte, dass den Silberfederadlern alle Wesen egal seien, selbst wenn welche durch ihre Arroganz sterben würden. Und dass er den Sprachstil der Silberfederadler gelernt hätte, um sich vor den dunklen Magiern zu verbergen, da diese eine große Angst vor den Silberfederadlern hätten. Das war es schon. Es klang nur sehr bitter, als er es mir damals erzählte, daher nehme ich an, dass es sehr schrecklich gewesen sein muss.“
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Er schwieg eine kleine Weile und setzte dann trotzig hinzu: „Dennoch hätte ich vermutet, dass er sich persönlich verabschieden würde.“
„Vielleicht wird er ja noch zu Besinnung kommen“, erwiderte Lililja hoffnungsvoll. „Möglicherweise wird ihm irgendwann klar werden, dass er am besten innerhalb der hellen Gemeinschaft aufgehoben ist. Zumindest hoffe ich das.“
Schweigend und in Gedanken versunken setzten sie ihren Weg fort. Beide hofften, dass Skukius bald wieder klar denken konnte und zu ihnen zurückkehren würde.
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Lililja hoffte, dass Skukius irgendwann erkennen würde, dass er am besten im Kreis der hellen Gemeinschaft aufgehoben war.
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