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Tarodastrus' Gedanken kehrten zu seiner eigentlichen Aufgabe zurück: die Kartographierung der Landschaft rund um den Platz, an dem das magische Artefakt im Boden begraben lag, das Sadothus ausfindig gemacht hatte. Für einen kurzen Moment schloss er die Augen, bevor er die Suche erneut aufnahm.
Hätte die Reise mithilfe des Zeitdurchbrechungs-Amuletts nur nicht solch verheerende Nebenwirkungen! Dann würde er einfach zurückreisen, Sadothus nach dem genauen Ort befragen und anschließend einen zweiten Versuch starten. Aber Tarodastrus setzten diese Reisen immer beträchtlich zu.
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Tarodastrus besann sich auf den eigentlichen Grund, weshalb er hier war.
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Als er vorhin am magischen Knollenpunkt angekommen war, hatte er unter so heftigen Schwindelattacken gelitten, dass er sich mehrmals übergeben musste.
Das Ohrensausen, dass zu Beginn extrem schmerzhaft gewesen war, hatte inzwischen zwar wieder nachgelassen, aber er hatte es noch einige Zeit nach seiner Ankunft spüren können. Diese Tortur nahm er mit Sicherheit nicht noch zweimal auf sich, nur um Sadothus erneut nach dem Weg zu fragen und anschließend hierher zurückzukehren. Lieber wollte er noch einige Zeit eigenständig auf die Suche gehen.
Als er einen kleinen Hügel umrundete, blieb er jedoch abrupt stehen und wich instinktiv zurück. Er hatte in der Ferne eine Gestalt entdeckt, die vor einem orangefarbenen Blumenfeld stand. Ein Waldgeist zweifellos! Das fehlte ihm gerade noch! Er hoffte, dieser hatte ihn nicht ebenfalls bemerkt.
Er lauschte, doch es schien sich ihm niemand zu nähern.
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Vorsichtig huschte Tarodastrus hinter einen Baum und betrachtete die Waldgeistfrau.
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Vorsichtig huschte er hinter einen Baum, hinter dem er sich verstecken konnte, und lugte um den Stamm herum.
Die grüne Gestalt stand mit dem Rücken zu ihm, so dass er sie genauer betrachten konnte, ohne Gefahr zu laufen, selbst entdeckt zu werden.
Überrascht und gleichzeitig erleichtert stellte Tarodastrus fest, dass das Wesen Kleidung trug in Form eines ärmellosen, dunkelroten Kleides. Lange, dunkelgrüne, lockige Haare hingen bis knapp über die Hüfte hinunter.
Aus dieser Entfernung wirkte dieser weibliche Waldgeist gar nicht so furchterregend und wild, wie der Vykati sie sich immer vorgestellt hatte. Im Gegenteil, die Waldgeistfrau sah eher schlank und adrett aus.
Zunächst wollte sich Tarodastrus heimlich zurückziehen, bevor sie ihn doch noch bemerkte.
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Allerdings ließ ihn seine Unzufriedenheit über den fehlenden Erfolg zögern. Sollte er sie ansprechen oder weiterhin auf eigene Faust versuchen, den Ort des magischen Artefaktes zu finden?
Er überlegte, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einzuschätzen war, dass eine Verständigung erfolgreich wäre. Unter den Vykati kursierte das Gerücht, dass dieses Volk dumm wie die Bäume war, zwischen denen es lebte, und sich nur mit Grunzgeräuschen verständigte. Möglicherweise war eine Kommunikation mit diesem Wesen erst gar nicht möglich.
Während er noch darüber nachdachte, ob er sich ihr nähern sollte, beobachtete Tarodastrus entgegen seiner Erwartungen, wie sich die Waldgeistfrau plötzlich bückte, etwas aufhob und in einen Korb legte, den sie bei sich trug. Welch absurde Verhaltensweise für ein so primitives Wesen, ging es ihm durch den Kopf.
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Die Waldgeistfrau schritt weiter durch das Blumenfeld und schien den Boden abzusuchen. Erneut bückte sie sich, brach eine der orangefarbenen Blüten ab und legte diese ebenfalls in den Korb. Anschließend setzte sie ihren Weg und ihre Suche fort.
Diese Handlungsweise widersprach Tarodastrus' Vorstellungen extrem. Sie passte nicht zu jemanden, der angeblich den ganzen Tag auf der Suche nach Sexualpartnern sein sollte. Zumindest diese Waldgeistfrau schien an ganz anderen Dingen interessiert zu sein.
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Die Waldgeistfrau schritt langsam durch das Blumenfeld und pflückte hin und wieder eine der Blumen.
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Er spürte so etwas wie Neugier in sich aufsteigen, einen unangemessenen Wunsch, ihr merkwürdiges Verhalten zu verstehen. Doch er drängte dieses Gefühl zurück. Als guter Vykati wusste er, dass ihn die Belange der Waldgeistfrau nichts angingen.
Dennoch war hier ein Wesen, das möglicherweise den Ort kannte, nach dem er so vergeblich suchte. Vielleicht, überlegte Tarodastrus, beherrschte dieses Volk zumindest eine rudimentäre Sprache, und eine Verständigung wäre in Ansätzen möglich.
Aber sollte er wirklich das Wagnis auf sich nehmen, sich als Fremder dieser Waldgeistfrau zu offenbaren? Wie würde sie auf seine Anwesenheit reagieren? Feindselig? Oder vielleicht doch paarungswütig?
Tarodastrus war unschlüssig, und die damit verbundene Unsicherheit konnte er nicht ausstehen. Ein Vykati traf Entscheidungen! Zögern war ein Zeichen der Schwäche!
Er betrachtete das Wesen noch einmal kritisch. Die Waldgeistfrau sah nicht allzu stark aus. Somit war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Tarodastrus ihr kräftemäßig überlegen war und sie sich notfalls vom Hals halten konnte.
Er fasste einen Entschluss und verließ sein Versteck. Langsam näherte er sich dem Wesen und hielt vorsorglich nach weiteren Waldgeistern Ausschau. War die Frau wirklich allein? Möglicherweise zogen Waldgeister in Rudeln umher. Doch außer dem grünen Geschöpf vor ihm regte sich nichts.
Noch immer schritt die Waldgeistfrau durch das Blumenfeld, bückte sich ab und zu, brach eine der orangefarbenen Blüten ab und legte diese in den Korb. Sie schien von Tarodastrus’ Anwesenheit noch nichts bemerkt zu haben.
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Noch hatte die Waldgeistfrau Tarodastrus nicht bemerkt.
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