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Nachdem die magische Instabilität vollständig eingedämmt war und Sadothus wieder zu innerer Ruhe gefunden hatte, war Resogurion auf seine Heimatwelt zurückgekehrt.
Nun saßen Tarodastrus und Sadothus auf zwei moosbewachsenen Felsen außerhalb des Jada-Schreins und überlegten das weitere Vorgehen.
Sadothus hatte gerade erklärt, dass er den jungen Vykati aus der Reichsglorie kenne, Murkhus sei sein Name. Er sei schon früher einmal negativ durch Selbstüberschätzung aufgefallen.
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Tarodastrus und Sadothus überlegten das weitere Vorgehen.
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Näheres erklärte Sadothus jedoch nicht. Mehr Informationen wären aus Sicht von Tarodastrus auch unangebracht gewesen.
Da der junge Vykati also aus der Reichsglorie stammte, war es sinnvoll, ihn auch dorthin zurück zu bringen, doch hier ergab sich ein Problem: Murkhus selbst war aufgrund seines geistigen Zerfalls nicht mehr in der Lage, mit seinem Zeitdurchbrechungs-Amulett zu reisen. Ebenso wenig war es Tarodastrus und Sadothus möglich, ihn mit ihrem Amulett mitzunehmen, da dieses immer nur ein Wesen transportierte. Also wie sollten sie den jungen Vykati zurück in die Reichsglorie schaffen?
„Ich habe mal gehört“, sagte Sadothus, „dass die Wächter des Gesetzes ein Amulett besitzen, mit dem sie in Gruppen reisen können. Wenn sie einen Gefangenen über eine größere Entfernung transportieren müssen, würde so etwas ja auch Sinn ergeben.“
Tarodastrus sann darüber nach. Also müsste einer von ihnen in die Reichsglorie zurückreisen, um einen Wächter zu bitten, Murkhus dorthin zu bringen. Allerdings wollte er Sadothus hier am Jada-Schrein nicht allein zurück lassen.
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Tarodastrus hatte Sorgen um Sadothus, weil dieser sich so schnell von den Sternenblumen hatte verführen lassen.
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Sein Freund hatte sich zu schnell in die Magie der Sternenblumen fallen lassen, sodass Tarodastrus ein wenig Sorge hatte, dass sein Freund sich diesen erneut nähern würde, sobald er ihn aus den Augen ließ.
„Hole du den Wächter“, sagte er. „Du erträgst das Reisen besser als ich.“
Doch Sadothus erwiderte: „Ich glaube, dass besser du reisen solltest. Du kennst meinen Ruf unter den Vykati. Ich glaube, dass das Wort des Hüters des Lichtes viel mehr Eindruck machen würde als eine Aussage des verachtenswerten Subjektes, mit dem sich dieser ständig abgibt.“ Ein schiefes Grinsen legte sich auf sein Gesicht.
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Tarodastrus meinte einen leichten bitteren Unterton in den Worten wahrzunehmen. Zwar konnte er den Einwand nachvollziehen, doch verstärkten Sadothus' Wortwahl und die Bitterkeit in der Stimme noch mehr seine Befürchtung, dass sich dieser in seiner Abwesenheit erneut den Sternenblumen zuwenden könnte. Was sollte er nur tun?
In diesem Moment sah er die beiden Waldgeister auf den Jada-Schrein zukommen.
Die Waldgeistfrau wirkte ein wenig erschöpft, was Tarodastrus aus den langsamen Schritten schloss. Der Waldgeistmann hatte sich ihrem Tempo angepasst und blickte immer wieder in ihre Richtung. Vermutlich machte er sich immer noch Sorgen um seine Gefährtin, vermutete Tarodastrus.
Er erhob sich und blickte ihnen entgegen. Innerlich stellte er sich auf ein ermüdendes Gespräch über seine herausragende Stellung als Hüter des Lichtes ein.
Als die beiden Waldgeister sich dem Jada-Schrein genähert hatten, erkannte Tarodastrus, dass das Gesicht der Waldgeistfrau erschrocken wirkte, und er musste sich erneut in Erinnerung rufen, dass Waldgeister ihre Gefühle deutlich zeigten. Angesichtes des verunstalteten Jada-Schreins überraschte es ihn jedoch nicht, wusste Tarodastrus doch, dass diese Lichtung den Waldgeistern als heilig galt.
Er wartete, bis die beiden Waldbewohner nahe genug heran gekommen waren, dann nickte er ihnen grüßend zu.
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Mit Verwunderung nahm er eine Zornesfalte auf der Stirn des Waldgeistmannes wahr, als dieser in Sadothus' Richtung blickte.
Noch bevor er sich nach dem Grund erkundigen konnte, wurde er von der Waldgeistfrau leise und mit bebender Stimme angesprochen: „Was ist hier passiert?“
Kaum hatte sie die Frage gestellt, weiteten sich ihre Augen und ihr entfuhr ein entsetztes Keuchen. Er folgte ihrem Blick und erkannte, dass sie den tiefen Riss in der Jada-Eiche entdeckt hatte.
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Mit Verwunderung nahm Tarodastrus eine Zornesfalte auf der Stirn des Waldgeistmannes wahr.
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„Das war Euer Gefährte“, hörte er Sadothus rasch sagen. „Er war so unvorsichtig, einen Zauber zu sprechen, der sich direkt in der Jada-Eiche niederschlug.“
Tarodastrus blickte Sadothus verwundert an, ohne seine Gefühle nach außen zu zeigen. Warum beschämte er den Waldgeistmann so? Es passte so gar nicht zum Charakter seines Freundes, andere öffentlich bloßzustellen. Waren das noch Nachwirkungen seiner Erfahrung mit den Sternenblumen?
Da hörte er den Waldgeistmann entschuldigend in Richtung seiner Gefährtin murmeln: „Ich habe einen Korvum-Raben herbeigerufen. Ich wollte dich nicht allein lassen und musste doch wissen, was hier vor sich ging.“
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Tarodastrus beobachtete, wie die Waldgeistfrau die Hand des Waldgeistmannes ergriff, um ihn zu trösten.
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Tarodastrus beobachtete, wie daraufhin die Waldgeistfrau die Hand des Waldgeistmannes in die ihre nahm und mit sanfter Stimme erklärte: „Es ist ja nur ein Riss, Hariphor. Die mächtige Heilungsmagie des Artefakts wird es schon wieder richten.“
Mächtige Heilungsmagie?, schoss es ihm durch den Kopf. Bei ihrem letzten Treffen sprach die Waldgeistfrau doch stets nur von einer mächtigen Naturmagie. Setzten Waldgeister Natur- und Heilungsmagie gleich?
Ein leises Stöhnen drang von der Lichtung an Tarodastrus' Ohr. Der junge Vykati!
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Sie hatten das Problem seiner Rückkehr noch nicht gelöst. Doch nun sah Tarodastrus eine Möglichkeit, wie er den Wächter holen und Sadothus doch nicht allein zurück lassen musste.
Sadothus' Verhalten dem Waldgeistmann gegenüber hatte allerdings die Situation ein wenig verschärft, daher überlegte Tarodastrus, welche Worte er wählen musste, um die Waldgeister zum Bleiben zu bewegen.
Dank Sadothus war den Waldgeistern bekannt, dass er nicht ein einfacher vykatianischer Kartograph war. Könnte sein Amt ihm in diesem Fall einmal nützlich sein?
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Er sprach den Waldgeistmann an: „Ich werde einen Gesetzeswächter holen müssen, um den jungen Vykati in unser Gebiet zurückbringen zu lassen. In dieser Zeit bitte ich Euch, gemeinsam mit meinem Freund ein Auge auf ihn zu haben. Sein Zustand ist instabil, und ich möchte nicht, dass er unbeaufsichtigt bleibt oder dem Jada-Schrein erneut schadet.“
Würden sich die Waldgeister darauf einlassen? Hatte er die richtigen Worte gewählt?
Die beiden Waldbewohner sahen sich schweigend an. Eine Zeit lang blieb es still und Tarodastrus spürte, wie sich Anspannung in ihm ausbreitete.
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Tarodastrus bat die beiden Waldgeister, seinem Freund bei der Bewachung des jungen Vykati zu helfen.
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Schließlich nickte der Waldgeistmann und erklärte: „Wenn Vanakara einverstanden ist, werden wir Eurer Bitte nachkommen. Allerdings geht ihre Gesundheit vor. Sollte sie sich lieber zurückziehen wollen, werde ich sie begleiten.“
Doch auch die Waldgeistfrau nickte und wandte sich dann mit der Frage an Tarodastrus: „Hariphor erzählte, Ihr seid der Hüter des Lichtes?“
Innerlich stöhnte Tarodastrus auf. Musste er sich jetzt doch noch auf diese ermüdenden Gespräche einlassen?
Aber dann registrierte er, dass der Blick der Waldgeistfrau keinerlei Bewunderung, sondern lediglich Interesse ausdrückte. Daher nickte er kurz.
„Warum habt Ihr dies bei unserem ersten Zusammentreffen nicht erwähnt?“, wollte sie wissen.
Tarodastus zuckte mit den Schultern. Es war müßig, anderen erklären zu wollen, dass er sich selbst nicht über sein Amt als Hüter des Lichtes definierte und es ablehnte, nur deswegen wahrgenommen zu werden.
Da mischte sich Sadothus in das Gespräch ein und erklärte trocken: „Diese Information gibt er nie freiwillig preis.“
Tarodastrus bedachte Sadothus mit einem intensiven Blick. Was war nur los mit ihm? Die einzige Erklärung, die ihm einfiel war die, dass er nach wie vor noch von dem verstörenden Erlebnis bei den Sternenblumen beeinflusst wurde.
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Tarodastrus fragte sich, was mit Sadothus los war.
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Tarodastrus' Perspektive
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Aus der Sicht der Waldgeistfrau
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Sadothus' Perspektive
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Aus der Sicht des Waldgeistmannes
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