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MITF
(Hariphors Perspektive)





Schon von weitem erkannte Hariphor, dass der Vykati seine Instrumente bereits auseinanderbaute.

Seltsam, dachte Hariphor. Selbst ein magisch so mächtiger Vykati konnte unmöglich in so kurzer Zeit eine vollständige Karte erstellt haben.

Als sie sich dem Jada-Schrein vorsichtig näherten, konnte er den Fremden genauer in Augenschein nehmen.

Er war ungefähr so groß wie er selbst und von ähnlicher Statur. Doch seine rosafarbene Haut und die runden Ohren machten ihn auf den ersten Blick als Vykati erkennbar. Besonders gefährlich sah er tatsächlich nicht aus, musste Hariphor Vanakara widerwillig zugestehen.



Hariphor wunderte sich, dass der Vykati mit seiner Arbeit schon fertig zu sein schien.

Wenn er jedoch bereits seine Instrumente zusammenpackte, musste die Kartographierung abgeschlossen sein. Das war unmöglich! Es sei denn...

Nachdem der Vykati seine Sachen verstaut und sich erhoben hatte, schien er die beiden Waldgeister zu bemerken.

Hariphor registrierte, dass der Fremde einfach stehen blieb und abwartete, bis sie zu ihm kamen.



Hariphor empfand den schweigenden Vykati als arrogant und unhoflich.

Unhöflicher Kerl, dachte Hariphor gereizt. Aber was sollte man von den eingebildeten Vykati auch anderes erwarten?

Als sie ihn erreicht hatten, nickte der Fremde ihnen lediglich knapp zu. Er sagte kein Wort, sondern musterte sie schweigend.

Eine Weile standen sie sich wortlos gegenüber. Schließlich wurde Hariphor das Schweigen zu unerquicklich.

„Ihr packt schon wieder zusammen?“, fragte er misstrauisch. „Habt Ihr Eure Arbeit bereits beendet?“

Der Vykati nickte nur kurz und schwieg weiterhin.

Hat er keine Stimme?, fragte sich Hariphor verärgert. Welch ein anmaßendes, überhebliches Wesen!

Doch bevor er etwas erwidern konnte, rief Vanakara bereits entsetzt: „Ihr dürft uns das Artefakt nicht nehmen! Der Jada-Schrein ist uns heilig! Ihr könnt Euch doch nicht einfach über unsere Belange hinwegsetzen!“

Der Vykati wandte sich ihr zu und entgegnete mit gefühlskalter Stimme: „Das werden wir nicht tun.“

Hariphor ärgerte sich so sehr über die herablassende Art des Vykati, dass er einen Augenblick brauchte, bis die Worte zu ihm durchdrangen. Dann fragte er argwöhnisch: „Was soll das heißen, Ihr werdet das nicht tun?“

Der Vykati sah ihn mit kühler Miene an und erklärte mit unüberhörbarer Arroganz in der Stimme: „Das Artefakt ist zu mächtig, als dass es geborgen werden könnte.“

Hariphor betrachtete den Vykati skeptisch. Konnte man ihm trauen? Sprach er die Wahrheit? Oder wollte er sie lediglich in Sicherheit wiegen?

„Wie kommt Ihr zu diesem Schluss?“, fragte er, ohne den Zweifel in seiner Stimme zu verbergen.

Der Blick des Vykati wirkte herablassend, als er in überheblichem Ton antwortete: „Das Artefakt verursacht Magisch-Induzierte Topographische Fluktuationen.“

Wählte der Vykati seine Worte absichtlich so, dass niemand sie verstand? Wollte er sie mit diesen Fachbegriffen bewusst verwirren?

Noch bevor Hariphor eine scharfe Bemerkung machen konnte, wandte sich Vanakara bereits an den Vykati: „Was sind das für Fluktuationen?“

Dieser erwiderte in seiner überheblichen Art, die Hariphor zunehmend reizte: „Die Landschaft befindet sich in ständiger, minimaler Bewegung. Deshalb lässt sie sich nicht exakt vermessen.“

Am liebsten hätte Hariphor diese arrogante Art kommentiert, doch Vanakara kam ihm zuvor.

„Und nur, weil Ihr die Gegend nicht vermessen könnt“, fragte sie verwundert, „könnt Ihr das Artefakt nicht bergen?“



Der Vykati erklärte, dass die Gegend ständig in Begegnung sei..

Die Antwort ließ Hariphor jedoch augenblicklich verstummen.

Der Vykati schüttelte den Kopf und erklärte mit unveränderter Gefühllosigkeit: „Nein. Weil das Artefakt magisch so mächtig ist, dass kein Wesen Vanavistarias es kontrollieren könnte. Eine Bergung würde unweigerlich den gesamten Wald vernichten.“



Der Vykati machte deutlich, dass eine
Bergung des Artefakts unweigerlich
zur Zerstörung des Silberwindhains führen musste.

Tarodastrus'
Perspektive
Vanakaras Perspektive Hariphors Perspektive

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