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Am Vorabend hatte Payelos die Information erhalten, dass der Hüter des Lichtes überraschend früh von seiner Mission aus dem Silberwindhain zurückgekehrt war. Die Kollegin des Hüters, Rakhata, hatte gemeint, dass die Kartographierung des Gebietes wohl drei Tage in Anspruch nehmen würde. Doch war der Hüter schon am selben Abend zurück.
Wie zu erwarten gewesen, hatte es ihn ohne Umwege zu seinem Auftraggeber, dem emotionalen Störfaktor Sadothus, geführt, bei dem er einige Zeit geblieben war. Anschließend hatte er sich genauso zielstrebig in das Viertel der sozial irrelevanten Vykatiangehörigen begeben, das er als Wohnort für sich gewählt hatte.
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Payelos hatte von der vorzeitigen Rückkehr des Hüters des Lichtes gehört.
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Die Bruderschaft der verschwundenen Magie hatte kein Verständnis für diesen Schritt, doch ein Eingreifen war ihr verwehrt, sie musste im Verborgenen bleiben. Alles, was ihr blieb, war, ihn im Auge zu behalten und sein Handeln zu überwachen.
Allerdings musste Rakhata gewarnt werden, da sie bisweilen heimlich Informationen über die aktuellen Tätigkeiten des Hüters sammelte. Ein Aufdecken ihrer Spionagetätigkeiten käme einem unkalkulierbaren Risiko gleich.
So hatte sich Payelos an diesem Morgen schon früh auf den Weg zur Kartographie-Werkstatt gemacht, um Rakhata über die vorzeitige Rückkehr ihres Kollegen zu informieren. Er hoffte, sie noch vor dem Eintreffen des Hüters zu erreichen, damit dieser sie nicht unerwartet dabei ertappte, wie sie in seinen Unterlagen blätterte.
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Als Payelos die Kartographie-Werkstatt betrat, schaute Rakhata von ihrer Arbeit auf.
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Als Payelos die Tür zur Kartographie-Werkstatt öffnete und eintrat, sah Rakhata von ihrer Arbeit auf. Sie zeigte, wie zu erwarten gewesen war, kein Anzeichen von Überraschung.
Stattdessen trat sie ihm mit geschäftsmäßigem Interesse entgegen und fragte: „Payelos, was führt Euch her?“
Natürlich wusste sie, dass er nicht wegen eines Kartographie-Auftrags hergekommen war, sondern Nachricht von der Bruderschaft brachte.
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Auch wenn sie bei ihrem eigentlichen Auftrag, den Hüter des Lichts emotional von sich abhängig zu machen, bislang versagt hatte, blieb sie in ihrer Rolle ihm gegenüber immer professionell. Das schätzte Payelos an ihr, während er gleichzeitig wenig Verständnis für ihren Misserfolg aufbrachte.
Es konnte doch nicht so schwer sein, einen emotional nicht gefestigten Vykati so zu manipulieren, dass sich dieser mit all seinen Gefühlen auf sie einließ. Großmeister Visalus lag mit seiner Einschätzung wohl richtig, dass Rakhata nicht den nötigen Ehrgeiz mitbrachte.
Aber darüber hatte Payelos nicht zu urteilen. Die Entscheidung, inwieweit Rakhata Mitglied der geheimen Bruderschaft blieb, lag allein beim Großmeister, und Payelos erkannte die Autorität des Geheimbund-Führers uneingeschränkt an. Seine Aufgabe war es lediglich dafür zu sorgen, dass die ihm unterstellten „Verborgenen Hände“, zu denen Rakhata gehörte, ihre Aufgaben zuverlässig erledigen konnten.
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Daher erklärte er nun, die üblichen Codes verwendend: „Das Luftritual ist erstaunlich schnell gelungen, daher benötige ich von Euch keine weitere Expertise über neue Ritualorte. Allerdings wäre eine Analyse der äußeren Bedingungen von Interesse, um zu verstehen, warum es so schnell gelungen ist.“
Er konnte davon ausgehen, dass Rakhata die Botschaft vollumfänglich verstanden hatte: Der Hüter des Lichtes ist vorzeitig zurück gekehrt, stelle deine Spionagetätigkeit umgehend ein, bekomme heraus, warum er den Auftrag abgebrochen hat.
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Payelos berichtete Rakhata in den üblichen Codes von der vorzeitigen Rückkehr des Hüters des Lichtes.
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Wie zu erwarten gewesen, zeigte Rakhata keinerlei Gefühlsregung, nickte nur kurz und entgegnete: „Ich werde Nachforschungen anstellen und Euch von den Ergebnissen in Kenntnis setzen. In drei Tagen sollte ich die Analyse spätestens abgeschlossen haben.“
Gut, dachte Payelos. Drei Tage waren eine passende Zeitspanne, einem verschlossenen Vykati die nötigen Informationen zu entlocken.
Mit einem kurzen Nicken verabschiedete er sich von Rakhata und verließ die Kartographie-Werkstatt wieder. Auch wenn sie in Bezug auf ihren Hauptauftrag, was den Hüter des Lichtes anging, bislang versagt hatte, sämtliche andere Anordnungen führte sie stets gewissenhaft aus. Darauf konnte man sich bei ihr verlassen.
Vor der Tür erblickte Payelos den Hüter des Lichts, wie dieser mit seiner großen Tasche auf die Kartographie-Werkstatt zuschritt. Er war also keine Sekunde zu früh hier erschienen.
Somit nickte er ihm grüßend zu und ging dann seiner Wege. In drei Tagen würde er zurückkehren und von Rakhata erfahren, welche Umstände den Hüter des Lichts so früh hatten zurückkehren lassen.
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Vor der Werkstatt erblickte Payelos den Hüter des Lichts und nickte ihm grüßend zu.
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Tarodastrus' Perspektive
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Rakhatas Perspektive
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Payelos' Perspektive
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