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Magische Instabilitäten
(Vanakaras Perspektive)







Vanakara hatte sich eines verletzten Eulenbärchens namens Enbari angenommen, das seine Pfote an der Schale einer Akharota-Nuss verletzt hatte, als sie plötzlich einen dumpfen Kopfschmerz verspürte. Auch das Eulenbärchen, das vor ihr auf der Behandlungsbank saß, schien sich zu verkrampfen.

„Du spürst auch etwas Seltsames, nicht wahr?“, fragte sie das Eulenbärchen. Enbari nickte.

„Hast du eine Idee, was das sein könnte?“, fragte Vanakara weiter und rieb sich die Stirn.

Vanakara behandelte ein verletztes Eulenbärchen.

Enbari schüttelte den Kopf.

Während sie zügig, aber dennoch mit Gewissenhaftigkeit die Wunde an Enbaris Pfote versorgte, spürte Vanakara, wie der dumpfe Kopfschmerz zunahm. Zudem schien sie ein leises Sirren in der Luft zu vernehmen. Irritiert blickte sie sich um, woher es kommen könnte, doch sie konnte kein herumschwirrendes Wesen erkennen.

Als sie Enbari von der Behandlungsbank heruntersetzte, fiel ihr Blick durch das Fenster ihrer Hütte und für einen Moment setzte ihr Denken aus.



Vanakara bemerkte ein Flimmern in der Natur und erinnerte sich an die Worte des Vykati.

Die Welt draußen schien zu flimmern, die Gewächse draußen in Bewegung zu sein, anders als sonst. Es wirkte so, als würden die Gewächse selbst ihre Positionen wechseln.

In diesem Augenblick fielen ihr die Worte des Vykati ein, der vor rund einem Monat von merkwürdigen Fluktuationen gesprochen hatte: „Die Landschaft hier ist in ständiger Bewegung.“

Allerdings hatte er damals gemeint, dass dies nicht mit bloßem Auge erkennbar wäre − was hatte sich geändert, dass sie es jetzt wahrnehmen konnte? War sie diejenige, deren Wahrnehmung sich geändert hatte? Oder hatten sich die Fluktuationen verstärkt?

Sie wurde äußerst nervös, als ihr noch etwas einfiel, dass der Vykati damals gesagt hatte: „Es gibt in ganz Vanavistaria kein Wesen, das ein solches Artefakt kontrollieren könnte. Es würde unweigerlich im Chaos enden.“

Jemand musste auf die Idee gekommen sein, das Artefakt im Jada-Schrein auszugraben. War es der Auftraggeber des Kartographen? Oder der Kartograph selbst?

Ihre Gedanken rasten. Was sollte sie tun? Hariphor kam ihr wieder in den Sinn. Er musste benachrichtigt werden, umgehend! Zunächst überlegte sie, Enbari zu bitten, ihn zu suchen, doch das würde zu lange dauern. Es musste schneller gehen! Er musste es sofort erfahren!

Und zum ersten Mal in ihrem Leben pfiff sie einen Korvum-Raben herbei. Sofort drängten sich wieder die Erinnerungen an ihre Kindheit in ihr Bewusstsein: der schwarze Rabe, mitten in der Nacht, der ihren Vater aufschreckte. Doch sie vertrieb sie, es war jetzt keine Zeit für Gefühlsduselei. Die Zeit drängte. Sie musste handeln!

Als der Korvum-Rabe mit einem ängstlichen Blick − auch er hatte die Veränderung der Natur bemerkt − sich auf ihren hingehaltenen Unterarm setzte, erklärte sie: „Hole Hariphor her. Er muss umgehend zum Jada-Schrein kommen. Hier ist etwas im Gang, das wir aufhalten müssen!“

Der Korvum-Rabe hob ab und flog davon.

Vanakara, deren Kopf inzwischen hämmerte, dass ihr fast übel wurde, riss sich zusammen und rannte zum Jada-Schrein. Der Boden unter ihren Füßen fühlte sich merkwürdig wellig an, aber nicht wie uneben, sondern eher wie Sand, der unterspült wurde. Es war schwierig vorwärts zu kommen. Und ihr Kopf hämmerte immer stärker, je näher sie dem Jada-Schrein kam.

Kurz, bevor sie den Jada-Schrein erreichte, überkam es sie, und sie erbrach sich so heftig, dass sie auf die Knie ging.

Der Kopfschmerz nahm immer mehr zu. Sie spürte, wie sich ihr Bewusstsein verabschieden wollte, doch sie musste durchhalten, musste warten, bis Hariphor hier war. Er würde alles in Ordnung bringen...

Plötzlich hörte sie seine Stimme in Panik rufen: „Vanakara!“ Und schon war er bei ihr: „Ist alles in Ordnung?“



Kurz, bevor sie den Jada-Schrein erreichte, brach Vanakara zusammen.

Erleichtert nickte sie und stöhnte: „Mein Kopf! Es ist unerträglich!“ Sie versuchte ein Lächeln und keuchte: „Gut, dass du da bist... Ich weiß nicht, was hier los ist!“

Dann wurde ihr schwarz vor Augen...



Am Boden liegend nahm Vanakara gerade noch
wahr, dass Hariphor da war, und verlor
dann das Bewusstsein.

Tarodastrus'
Perspektive
Aus der Sicht der
Waldgeistfrau
Aus der Sicht des
jungen Vykati
Sadothus' Perspektive Aus der Sicht des
Waldgeistmannes

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